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Geschichte:
Zimt, eines der ältesten Gewürze,
welches schon 3000 v. Chr. in China verwendet wurde, galt bis Ende des 18.
Jahrhunderts in Europa als besonders teuer und kostbar. Der Portugiese Vasco da
Gama war der erste der 1502, nach seiner Visite in Ceylon 1498 dem heutigen Sri
Lanka, dieses Gewürz nach Europa brachte und somit einen Handel entfachte. In
anderen Regionen muss der Handel um das braune Gold schon früher begonnen haben,
den um 1600 vor Christi- zu Davids und Salomons Zeiten, war Zimt als Gewürz und
Zutat für Kulthandlungen in Judäa bekannt. 650 Jahre später ist es der griechische Philosoph Theophrastos
welcher den Zimt als köstliches Gewürz, vor allem zum Wein, rühmt. Auf den
üppigen Gastmählern dieser Zeit spiele Zimt als Gewürz eine wichtige Rolle. Die
Bedeutung des Zimts kannte keine Grenzen, so weihte der römische Kaiser
Vespasian den Göttern vergoldete Zimtkränze.
Herkunftsland:
Um den Gewürzmarkt nicht zu
gefährden, erzählen die arabischen Zwischenhändler sehr oft, viele Märchen über
die Herkunft dieses einzigartigen Gewürzes. Herodot (482-424 v. Chr.) erstaunte
die Leute in dem er Ihnen berichtete, dass der Zimt auf dem Grund eines Sees
wachse. Viele andere behaupteten, schlicht und einfach, sie wüssten nicht genau,
woher denn nun der Zimt stamme. Andere erzählten der Zimt komme von den
Zimtvögel, die das Gewürz in Ihren Nestern horten und um es zu gewinnen, müsse
man die Nester mit Pfeil und Bogen abschiessen.
Die Portugiesen waren die
ersten, die ein Handelsmonopol für Zimt und eine Schreckensherrschaft auf Ceylon
errichteten. Abgelöst von den Holländern, die ihnen in nichts nachstanden,
liessen diese sogar indonesische Zimtbäume ausrotten, damit die Ceylon-Ernte
übersichtlich und der Preis so hoch wie möglich gehalten werden konnte. Die
damals allmächtige Holländisch- Ostindische Kompagnie, die ja auch den Handel
von Muskat und Gewürznelken beherrschte, führte blutige Zimt-Kriege mit den
Portugiesen und den Ceylonesen. 1796 eroberten die Engländer Ceylon, und London
wurde nun internationaler Zimt-Markt. Es blieb auch unter den Engländern beim
strengen Monopol, bis 1853 der hohe Ausfuhrzoll aufgehoben wurde. Nicht aus
reiner Menschenfreundlichkeit, sondern aus Notwehr, weil inzwischen in den
holländischen Kolonien Indonesiens neue Zimtplantagen reiche Ernte abwarfen.Nach
dieser historisch und wirtschaftlich bedeutenden Entwicklung wurde der Zimt
endlich billiger und eroberte sich in jedem Haushalt seinen Platz - vor allem
neben Zucker und Reis. |